Afrofuturismus: Zukunftsvisionen aus afrikanischer Perspektive
Definition
Afrofuturismus bezeichnet eine kulturelle Bewegung, die afrikanische und afrikanisch-diasporische Erfahrungen mit Science-Fiction, Technologie und futuristischen Elementen verbindet. Diese Bewegung umfasst Kunst, Literatur, Musik und Film und zielt darauf ab, alternative Zukunftsvisionen aus afrikanischer Perspektive zu erschaffen.
Ursprung
Der Begriff Afrofuturismus wurde erstmals in den 1990er Jahren geprägt, um künstlerische Werke afrikanischer und afrikanisch-diasporischer Künstler zu beschreiben, die sich mit Technologie, Mythologie und Identität auseinandersetzen. Afrofuturistische Werke greifen oft auf traditionelle afrikanische Kulturen und Spiritualität zurück und verweben sie mit futuristischen Elementen.
Merkmale
- Futuristische Elemente: Afrofuturistische Werke zeichnen sich durch futuristische Settings, Technologie und Science-Fiction-Elemente aus.
- Afrikanische Mythologie: Häufig werden afrikanische Mythologie, Folklore und Spiritualität in die Zukunftsvisionen integriert.
- Identität und Rassismus: Afrofuturismus thematisiert oft Fragen der Identität, Rassismus und Kolonialismus aus afrikanischer Perspektive.
- Kollaboration und Empowerment: Viele Afrofuturist:innen arbeiten kollaborativ und nutzen ihre Kunst, um Empowerment und soziale Veränderung zu fördern.
Beispiele
- Literatur: Romane wie ?Afrofuturismus? von Ytasha Womack oder ?Die Lektionen des Ikarus? von Ladee Hubbard.
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