Post-Medium-Kunst: Grenzen der Medien verwischen
Definition
Die Post-Medium-Kunst ist eine Strömung in der zeitgenössischen Kunst, die sich durch die bewusste Aufhebung traditioneller Medienunterschiede auszeichnet. Künstlerinnen und Künstler, die dieser Bewegung angehören, nutzen eine Vielzahl von Medien und Techniken, um ihre künstlerischen Ideen auszudrücken. Dabei werden die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur, Fotografie, Video, Performance und anderen Kunstformen bewusst verwischt.
Entstehung
Die Post-Medium-Kunst entstand in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren als Reaktion auf die starren Grenzen, die traditionelle Kunstmedien voneinander trennten. Künstlerinnen wie Cindy Sherman und Barbara Kruger begannen, verschiedene Medien in ihren Werken zu kombinieren und somit neue Ausdrucksmöglichkeiten zu schaffen.
Merkmale
- Interdisziplinarität: Post-Medium-Künstlerinnen und -Künstler arbeiten über die Grenzen einzelner Medien hinweg und nutzen eine Vielzahl von Materialien und Techniken.
- Experimentierfreude: Die Post-Medium-Kunst zeichnet sich durch eine hohe Experimentierfreude aus, bei der neue Formen der künstlerischen Darstellung entstehen.
- Kritik an Medienhierarchien: Durch die Aufhebung traditioneller Medienunterschiede wird auch eine Kritik an hierarchischen Strukturen in der Kunstwelt deutlich.
Bekannte Vertreter
- Cindy Sherman: Die amerikanische Künstlerin ist bekannt für ihre fotografischen Selbstinszenierungen, in denen sie verschiedene Rollen und Identitäten erforscht.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen