Konrad Lorenz
Definition
Konrad Lorenz war ein österreichischer Zoologe, Ethologe und Nobelpreisträger, der für seine bahnbrechenden Studien zum Verhalten von Tieren bekannt ist.
Leben und Werk
Geboren am 7. November 1903 in Wien, absolvierte Konrad Lorenz sein Studium der Medizin an der Universität Wien. Sein Interesse an der Verhaltensforschung führte ihn zur Zoologie, wo er sich insbesondere mit der Erforschung des Instinktverhaltens von Tieren befasste.
In den 1930er Jahren prägte Konrad Lorenz zusammen mit Nikolaas Tinbergen und Karl von Frisch den Begriff der Ethologie, der Wissenschaft vom Verhalten. Seine Studien über das angeborene Verhalten von Tieren, insbesondere von Vögeln, legten den Grundstein für die moderne Verhaltensforschung.
Nobelpreis und Anerkennung
Für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Ethologie erhielt Konrad Lorenz im Jahr 1973 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, gemeinsam mit Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen. Diese Auszeichnung würdigte ihre grundlegenden Erkenntnisse über die Organisation und Auslösung von Verhaltensweisen.
Verhaltensforschung und Prägung
Ein zentrales Konzept in Konrad Lorenz' Arbeit war die Prägung, ein Prozess, bei dem junge Tiere in einer sensiblen Phase ihres Lebens bestimmte Verhaltensweisen erlernen. Seine Studien an Graugänsen zeigten, wie prägendes Verhalten die Bindung zwischen Eltern und Nachkommen
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