Bismarck-Schönhausen, Otto von

lexolino
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Das ist der deutsche Nationalcharakter: Er will immer das Beste und verliert darüber das Gute

Das Leben ist wie ein geschicktes Zahnausziehen. Man denkt, das eigentliche soll erst kommen, bis man mit Verwunderung merkt, daß es schon vorbei ist

Das Recht läßt sich in europäischen Streitigkeiten, wo ein kompetenter Gerichtshof nicht besteht, nur durch die Bajonette geltend machen

Der Ausdruck "ein Wunder" entlockt mir immer ein inneres Lächeln über den Mangel an Logik; denn in jeder Minute sehen wir Wunder und nichts als solche

Der Branntwein ist das Getränk des berühmten armen Mannes

Der katholische Priester ist von dem Augenblick, wo er Priester ist, ein einregimentierter Offizier des Papstes

Der Zeitungsschreiber ist ein Mensch, der seinen Beruf verfehlt hat

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt

Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann

Die Majorität hat viele Herzen, aber ein Herz hat sie nicht

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst

Die Presse ist für mich Druckerschwärze auf Papier

Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit

Ein braves Pferd stirbt in den Sielen

Ein großer Staat regiert sich nicht nach Parteiansichten

Es gehört zum deutschen Bedürfnis, beim Biere von der Regierung schlecht zu reden

Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Mißbrauch getrieben wird als mit dem Worte "frei". Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich

Es wird bei uns Deutschen mit wenig so viel Zeit totgeschlagen wie mit Biertrinken

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach

Autor:
Lexolino

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