Paul, Jean

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Franchise ohne Eigenkapital

Am wahren Spötter lächelt das ganze Gesicht, der Mund ausgenommen

Armut und Hoffnung sind Mutter und Tochter. Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergißt man die Mutter

Auch der Urin gibt einen Regenbogen

Bayreuth (hat, die Red) den Fehler, daß zu viele Bayreuther darin wohnen

Bei den Tieren seh' ich Gott unmittelbar, bei den Menschen nur mittelbar

Bei Weibern ist alles Herz, sogar der Kopf

Bücher, Zeitungen und Zeitschriften machen nicht gut oder schlecht, aber besser oder schlechter machen sie doch

Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören

Das Fett ist sein erster Sarg

Das Feuer der Liebe läßt Brandstätten zurück

Das Gedächtnis ist der Souffleur des Geistes

Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder

Das Leben gleicht einem Buch: Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, daß er es nur einmal kann

Das Schlimmste, was mittlere Trunkenheit hat, ist das Streben nach größerer

Das Volk der Dichter und Denker

Dem Buchhändler gefallen keine Bücher, die bei ihm bleiben

Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht

Der deutsche Mai ist ein Hin- und Herwurf zwischen Nordpol und dem inneren Afrika

Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr

Der größte Haß ist, wie die größte Tugend und die schlimmsten Hunde, still

Der Hauptfehler des Menschen ist, daß er so viele kleine hat

Der Magen macht wie der Tod alles gleich

Der Puls ist der Perpendikel des menschlichen Urwerks

Der Rezensent ist in der Blüte seiner Jahre, was ich schon daraus sehe, daß er noch keine Früchte zeigt

Der Stein der Weisen ist der Grundstein zum Narrenhaus

Die Aufklärung setzt die Fenster ein, die Zensur die Fensterläden

Die Damen werden täglich verbessert und jedes Jahr kommt eine vermehrte Auflage von ihnen hervor

Die deutsche Sprache ist die Orgel unter den Sprachen

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können

Die Glatze wird seine zweite Stirn

Autor:
Lexolino

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