Rousseau, Jean-Jacques
All unsre Sitten sind nichts als Unterwerfung, Druck und Zwang
Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben
Das Geld, das man hat, verhilft uns zur Freiheit das Geld, dem man nachjagt, macht uns zu Knechten
Das Prinzip staatlichen Lebens liegt in der Souveränität
Der Dämon des Besitzens verpestet alles, was er berührt
Der Mensch bequemt sich ungern zum Denken. Wenn er aber damit beginnt, hört er nicht wieder auf
Der Mensch wird frei geboren, und überall liegt er in Ketten
Der Tonfall ist die Seele der Sprache, er verleiht ihr Gefühl und Wahrhaftigkeit
Die Bäume, die Sträucher, die Pflanzen sind der Schmuck und das Gewand der Erde
Die einzige nützliche Seite der Heilkunst ist die Hygiene
Die Feinschmeckerei ist das Laster der leeren Herzen. Die Seele des Feinschmeckers sitzt in seinem Gaumen; er ist nur zum Essen geschaffen, und in seiner stumpfsinnigen Unzulänglichkeit ist er nur bei Tisch am richtigen Platz
Die Hälfte unsres Lebens sind wir blind
Die legislative Gewalt ist das Herz des Staates, die executive Gewalt ist sein Gehirn
Die Stadt ist der Schlund, der das Menschengeschlecht verschlingt. Nach einigen Generationen geht die Rasse zugrunde oder entartet
Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn
Die, die Politik und Moral getrennt behandeln wollen, werden von beiden niemals etwas verstehen
Ein kraftloser Körper schwächt die Seele
Eine einzige offenbare Lüge des Lehrers gegen seine Schüler kann ihn um alle Früchte seiner Erziehung bringen
Einer den Menschen weitaus schädlichen Kunst als alle Übel, die sie zu heilen vorgibt
Es ist durchaus nicht angenehm, eine Frau in zwei Teile zerlegt zu sehen wie eine Wespe; das beleidigt das Auge und kränkt die Einbildungskraft
Frauen sind nicht zum Laufen geschaffen; wenn sie fliehen, dann nur, um gefangen zu werden
Geschmack ist sozusagen das Mikroskop der Urteilskraft
Glück besteht aus einem soliden Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung
Ich pflanzte die Hoffnung und sehe sie täglich welken
Im allgemeinen reden Leute, die wenig wissen, viel, und die, die viel wissen, wenig
Im strengen Sinne
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